War das wahrscheinliche Scheitern des SCAF von Berlin lange geplant?

Ob industrielle, militärische oder gar politische Behörden, heute gibt es in Frankreich kaum noch Stimmen wie in Deutschland. zu hoffen, dass das Future Air Combat System oder FCAS-Programm zu Ende geht. Auch das französische Militärministerium, seit mehr als 5 Jahren Sprachrohr der europäischen und deutsch-französischen Kooperationsbestrebungen des Elysée, zeigt sich nicht resigniert, sondern zumindest dezent, ja sogar skeptisch gegenüber dem Thema. Dieses Scheitern in der Herstellung, das jetzt fast unvermeidlich scheint, wird oft als Folge von dargestelltindustriellen Widerstand zwischen Dassault Aviation und Airbus Defence & Space über den Next Generation Fighter, die erste und wichtigste Säule des SCAF-Programms, dessen Pilotierung von Beginn des Programms an dem französischen Flugzeughersteller zugeschrieben wurde, dessen Kooperationsbedingungen aber von Airbus D&S in Frage gestellt werden. Bei näherer Betrachtung hat dieses wahrscheinliche Scheitern jedoch seine Wurzeln in aufeinanderfolgenden Entscheidungen aus Berlin, und zwar aus dem Jahr 2017, als der SCAF noch kaum Gestalt annahm. in der Rede von Angela Merkel und Emmanuel Macron.

Ein zweiteiliger Artikel, der auf der Defence-Aerospace-Website veröffentlicht wurde, stellt die Liste dieser Entscheidungen auf, die dazu geführt haben, den Ehrgeiz der deutsch-französischen Zusammenarbeit der beiden Staatsoberhäupter zunichte zu machen, und zwar weit über das SCAF-Programm hinaus. Erinnern wir uns, dass sich diese Zusammenarbeit ursprünglich auf das SCAF bezog, aber auch auf das Main Ground Combat System oder MGCS-Programm zum Ersatz der schweren Panzer Leclerc und Leopard 2, das Maritime Air Warfare System oder MAWS-Programm, das die Patrouillenflugzeuge Maritime P3 ersetzen sollte und Atlantique 2, das Common Indirect Fire System oder CIFS-Programm zum Ersatz von Artilleriesystemen bis 2035, die Eurodrone zur Herstellung einer europäischen männlichen Kampfdrohne und schließlich Tiger III, die Weiterentwicklung des Kampfhubschraubers Tiger, eines der wenigen kürzlich abgeschlossenen deutsch-französischen Verteidigungsprogramme.

Das MGCS sollte zunächst zu gleichen Teilen von KMW und Nexter innerhalb des Joint Ventures KNDS entwickelt werden. Der vom Bundestag erzwungene Einstieg von Rheinmetall wird die industriellen Gleichgewichte in ihm völlig destabilisiert und das Programm zum absehbaren Scheitern verurteilt haben.

So hat Berlin im Dezember 2017 mit der Ankündigung des Starts zweier elektrooptischer Aufklärungssatelliten der deutsch-französischen Verteidigungskooperation einen mehr als deutlichen Vorstoß gegeben, während sich die beiden Länder seit 2008 auf die gemeinsame Nutzung von Kompetenzen auf diesem Gebiet geeinigt hatten. Frankreich implementiert elektrooptische Satelliten, Deutschland Satelliten mit Radar. Wenige Monate später legte Berlin sein Veto gegen die Ausführung von Verträgen über den Export von französischer Panzerausrüstung mit deutschen Motoren nach Saudi-Arabien ein, wodurch der gesamte Vertrag mit Riad ausgehöhlt wurde. Zwei Jahre später genehmigte Deutschland jedoch den Export von Militärlastwagen in dasselbe Land. Im Jahr 2019 erzwang Berlin die Aufnahme des Industrieunternehmens Rheinmetall in das MGCS-Programm, obwohl der industrielle Austausch rund um dieses Programm um die Fusion von Krauss Maffei Wegman und dem französischen Nexter herum organisiert worden war. letzteres übernimmt im neuen Programm die gleiche Rolle wie Rheinmetall in den Programmen Leopard 1 und 2, wodurch das Programm zutiefst destabilisiert wird.


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