Die USA befürchten die Verharmlosung russischer und chinesischer „Erpressung zur Abschreckung“

Kaum ein paar Tage nach Beginn der Militäroperationen in der Ukraine befahl Wladimir Putin in öffentlichkeitswirksamer Weise seinem Stabschef und seinem Verteidigungsminister, dies zu tun russische strategische Kräfte in höchste Alarmbereitschaft versetzen, als Reaktion auf die ersten Sanktionen der Vereinigten Staaten und Europas gegen Russland als Reaktion auf diese Aggression. Seitdem hat Moskau wiederholt seine strategischen Drohungen wiederholt, um eine Einmischung des Westens in den andauernden Konflikt zu verhindern und die Ukrainer zunehmend zu unterstützen. Wenn dies die Vereinigten Staaten, Großbritannien und eine Reihe europäischer Länder nicht daran hinderte, mit zunehmender Stärke des ukrainischen Widerstands immer schwerere Waffen zu liefern, so überzeugte diese Haltung doch den Westen, auf die Lieferung bestimmter fortgeschrittener Ausrüstung wie Kampfflugzeuge, Flugzeugsysteme oder Langstreckenartillerie sowie militärisches Eingreifen in den Konflikt, beispielsweise durch die Verhängung einer Flugverbotszone über dem Land.

Für Admiral Charles Richard, Kommandant des US Strategic Command, nun ist damit zu rechnen, dass sich diese Art der Erpressung zur Abschreckung vervielfachen wird im Kräfteverhältnis zwischen dem Westen und Russland, aber auch gegenüber China. Trotz der Verträge, die atomwaffenfähige Kurz- und Mittelstreckenwaffen in Europa verbieten, hat sich Moskau tatsächlich mit zahlreichen Systemen mit zwei Fähigkeiten ausgestattet, die sowohl konventionelle als auch nukleare Nutzlasten tragen können und wahrscheinlich für diese Art von Erpressung verwendet werden. Dies gilt insbesondere für 9M273 Iskander-M ballistische Kurzstreckenrakete in der Lage, eine nukleare Nutzlast von 50 Kilotonnen 500 km in einer halbballistischen Flugbahn zu transportieren, die darauf ausgelegt ist, die westliche Raketenabwehr zu vereiteln, wie die Marschflugkörper 3M-54/14 Kalibr mit einer Reichweite von 1500 km an Bord von Korvetten, russischen Fregatten und U-Booten (genau um dem INF-Vertrag entgegenzuwirken, der nur Landraketen betraf), oder sogar die 9M729 Iskander-K-Marschflugkörper, die führte zum Austritt der USA aus dem INF-Vertrag.

Die luftgestützte Hyperschallrakete Kinzhal kann 100-500 kt nukleare Nutzlast 2000 km weit transportieren

Ebenso sind die neuen russischen Hyperschallraketen ebenfalls dualfähig, wie z die Kinzhal mit einer Reichweite von 2000 km in der Lage, eine nukleare Nutzlast von 100 bis 500 Kilotonnen zu tragen, und die Schiffsabwehrrakete 3M22 Tzirkon in der Lage, eine auf 200 kt geschätzte Kernladung zu tragen. Auf chinesischer Seite gilt dasselbe mit Raketen wie der DF-21 mit einer Reichweite von 1500 km und der Fähigkeit, bis zu 6 autonome Atomsprengköpfe von 200 bis 500 kt zu tragen, der DF-26 mit einer Reichweite von 4500 km, und der DF-17 mit einer geschätzten Reichweite von über 2000 km und das Tragen einer Atomladung in einem Hyperschallgleiter. Vor kurzem enthüllte Peking die Existenz von marinen und luftgestützten ballistischen Flugkörpern Leistung und Fähigkeiten vergleichbar mit denen des DF-21. Darüber hinaus haben die chinesischen strategischen Kräfte den Bau übernommenmindestens 360 gehärtete Silos für die neue Flotte ballistischer Interkontinentalraketen feste Brennstoffe in den kommenden Jahren, während Peking seit zwei Jahren die Zahl seiner verfügbaren Atomsprengköpfe verdoppelt hat, zum Erstaunen der US-Geheimdienste, die schätzten, dass China etwa zehn Jahre brauchen würde, um dies zu erreichen.


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