China lieferte HQ-22-Langstrecken-Flugabwehrraketen an Serbien

China ist im Bereich des Exports von Flugabwehrsystemen noch ein junger Akteur, etabliert sich aber auf immer mehr Märkten, auch in Europa. Deshalb das chinesische HQ-9, ein mit dem russischen S-300 vergleichbares System, wurde ursprünglich 2015 von Ankara ausgewählt und bietet nach Angaben der türkischen Behörden ein viel höheres Preis-Leistungs-Verhältnis als russische und westliche Systeme. Wenn die Türkei auf Druck ihrer Nato-Verbündeten diesen Auftrag endgültig stornierte, um sich endlich dem russischen S-400 zuzuwenden, was weit schlimmere Folgen für Ankara hatte, hat Peking in den letzten Jahren andere Erfolge verzeichnet und sich vor allem in seinem Einflussbereich durchgesetzt sondern auch in Ländern, die traditionell von russischen Systemen überzeugt sind. So wurde das HQ-9-System von Algerien, Turkmenistan, Usbekistan, Pakistan und kürzlich sogar von Marokko bestellt, während das HQ-22 nach Myanmar, Thailand, Turkmenistan sowie nach Serbien exportiert wurde.

Genau an diesen letzten Kunden hat Peking gerade durch einen beeindruckenden Einsatz seiner neuen Y-20-Militär-Jumbo-Jets die 2020 von Belgrad bestellten Batterien, sowie MALE CH-92 Drohnen. Insgesamt 6 Y-20-Transportflugzeuge führten eine 2-tägige Luftbrücke über Baku in Aserbaidschan und Ankara in der Türkei durch, um die Systeme nach Serbien zu transportieren und die neuen Fähigkeiten der Luftstreitkräfte der Volksbefreiungsarmee zu demonstrieren seinen nationalen Apparat. Für Belgrad, einen traditionellen Partner der russischen Rüstungsindustrie, bedeutete dieser Auftrag nicht nur die Annäherung an Peking, sondern auch um die Folgen amerikanischer Sanktionen im Falle des Kaufs russischer S-400 angesichts der CAATSA-Gesetzgebung zu vermeiden, während das Land ein Beitrittskandidat für die Europäische Union ist.

6 chinesische Y-20 transportierten die neuen Flugabwehrsysteme nach Belgrad

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